Fotografie
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Wie mache ich Selbstportraits zu Hause?

Zum Foto des Themas „Selbstportrait“ habe ich sehr positives Feedback bekommen und auch einige Rückfragen, wie ich das Ganze gemacht habe.

Zudem hatte ich versprochen, noch einen separaten Beitrag dazu zu verfassen und tada, hier ist er.

Was brauche ich?

Also ganz wichtig bist in erster Linie du selbst. 😀

Außerdem benötigst du eine Spiegelreflexkamera (oder eine Bridge-/Systemkamera), ein Objektiv (am Besten eine Festbrennweite, die eignen sich für Portraits viel besser), einen Fernauslöser (der Selbstauslöser der Kamera macht es zu kompliziert), ein Stativ, einen Hintergrund und Licht.

Vorbereitung

Das Schwierigste für mich war, eine passende Stelle zum Fotografieren zu finden. Denn man braucht ausreichend Licht und genügend Platz, um die Kamera in ausreichender Entfernung aufzustellen. Man kann sich natürlich auch zwei Tageslichtlampen kaufen und aufstellen, aber dafür habe ich in meiner Wohnung einfach keinen Platz. Ich habe also improvisiert.

Und zwar ist der hellste Ort mein Schlafzimmer, nur leider ist dieses komplett vollgestopft mit Möbeln. (Kleine Wohnung halt.) Da ich aber hinter meinem Bett meinen Schrank stehen habe und sich dessen Rückseite genau gegenüber des Fensters befindet, hatte ich den perfekten Ort für mein Foto, denn das Licht kommt so direkt von vorn.

Hintergrund Selbstportrait

Hintergrund Selbstportrait

Den Stoff habe ich günstig bei Ikea gekauft und befestige ihn einfach, wenn ich ihn brauche, mit Paketklebeband. Alles sehr improvisiert.

Am Besten macht man die Fotos bei Tageslicht. Wenn es etwas trüb ist, habe ich noch meinen Tageslichtwecker, der herhalten muss. Separate Tageslichtlampen habe ich nicht.

Licht für Selbstportraits

Licht für Selbstportraits

Hier seht ihr dann auch schon, wie ich meine Kamera platziere. 

Ablauf

Am Schwierigsten finde ich es dann beim Fotos machen, die richtige Position zu finden. Wenn man eine Kamera mit schwenkbarem Display hat, macht es das Ganze viel einfacher. Ich muss mich irgendwie hinknien und schauen, dass ich direkt vor dem Objektiv bin. Dann ein Testfoto, angucken und dann eventuell anders positionieren. Ich muss gestehen, das nervt mich ganz schön. Ich denke, wirklich mit Selbstportraits mache ich erst weiter, wenn ich meine neue Kamera habe.

Den Fernauslöser finde ich übrigens deswegen sinnvoller, weil die Kamera einen dann scharf stellt, wenn man positioniert ist. Mit Selbstauslöser muss man es schaffen, die Stelle, an der man sich dann befinden wird, scharf zu stellen. Muss man sich meiner Meinung nach nicht unbedingt antun.

Als Objektiv habe ich übrigens mein 50 mm von Canon benutzt, das perfekt für Portraits geeignet ist.

Hier jetzt noch ein paar meiner Ergebnisse

Die ersten beiden sind von meinem ersten Versuch, als Selbstportrait noch gar nicht das Thema des Projekt 52 war. Ich habe sie schwarz-weiß gemacht, weil der Lippenstift farblich falsch gewählt war. 😀 Zudem sind die ersten beiden bei Kunstlicht entstanden, die anderen Bilder sind bei Tageslicht mit Unterstützung des Tageslichtweckers entstanden.

Meine Katzen waren natürlich auch sehr neugierig, leider waren sie nicht still genug, um auch noch ein Katzenshooting zu machen. Rausgekommen ist dann dieses Bild.

Katzenshooting

Wie gefällt euch dieser Beitrag? Konnte ich euch eventuell sogar helfen, selbst zu Hause Selbstportraits zu machen? 

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4 Kommentare

  1. Danke für deine Erklärung! Ich glaube, ich brauche einen Fernauslöser. Der könnte meine Probleme bei Haarbildern lösen 😀 Was hast du den für ein Objektiv? Ich bin noch auf der Suche und unentschlossen..

    • Jenny sagt

      Hallo Anna 🙂

      Ich habe das Objektiv relativ weit unten im Beitrag verlinkt. Hier noch einmal der Direktlink zum Beitrag über das benutzte Objektiv: http://haarsaite.misfortuna.de/neuzugang-canon-ef-50mm-f18-stm/

      Das Objektiv kann ich dir allerdings nur bedingt für Haarbilder empfehlen. Solange du nur Dutts fotografieren willst, geht es, aber für Längenfotos ist die Brennweite schon zu hoch. (Außer du hast ne riesige Wohnung und kannst die Kamera 5 Meter entfernt aufstellen :-D) Meine Längenfotos mache ich mit meinem Tamron Reiseobjektiv und meistens auf 1-1,5 Meter Entfernung mit 18 mm.

      Aber Fernauslöser ist wirklich eine gute Idee. Ich habe meinen auch für meine Haarfotos vom Fotoprojekt letztes Jahr benutzt. Macht vieles einfacher 🙂

      • Danke für deine Antwort, Jenny!
        Aber ach, ich Depp, ich meinte das Stativ. Wie ich das jetzt verwechselt habe, weiß ich auch nicht 😀
        Ich habe selbst eine EOS 700D mit dem Kit-Objektiv von 18-55 mm und eine Festbrennweite von 50mm. Die Festbrennweite geht eigentlich nur, wenn man selbst die Kamera führt und nicht gerade bewegte Motive hat. Ansonsten ist für Haarschmuckbilder Weitwinkel deutlich besser 😀

        • Jenny sagt

          Achso, Stativ 😀 haha
          Kein Besonderes.. weiß grad nicht genau, was das für eines ist, habs geschenkt bekommen.
          Wenn dus aber nur für Haarfotos benutzen willst, reicht ja eins, dass du auf Körperhöhe kriegst 🙂

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